No-Code 3.0: Vom Prompt zur Produktion
Die Grenze zwischen Designer und Entwickler verschwimmt vollständig. Wir 'beschreiben' Apps nur noch.
Die dritte No-Code-Revolution
No-Code Tools waren früher Baukästen mit Drag-and-Drop. 2025 sind sie komplexe Sprach-Interfaces, die aus natürlicher Sprache produktionsreife Anwendungen generieren.
Die Evolution von No-Code
- Wix, Squarespace, WordPress
- Visuelle Editoren für Websites
- Limitiert auf Templates
- 'Bastler-Image'
- Webflow, Bubble, Airtable
- Echte Applikationen möglich
- Datenbanken, Logik, APIs
- 'Serious Business'-Anerkennung
- v0, Bolt, Lovable, Replit Agent
- Prompt-to-Production
- Vollständige Codebases generiert
- Designer = Developer?
- v0.dev: 2 Mio. Projekte in 6 Monaten
- Durchschnittliche App-Erstellungszeit: 47 Sekunden
- 73% der generierten Apps: Production-ready nach Review
- Marktgröße No-Code/Low-Code 2025: $65 Mrd.
Was heute möglich ist
Beispiel-Prompt: 'Erstelle ein CRM für Immobilienmakler mit Dark Mode, Kartenansicht für Objekte, Kundenverwaltung und E-Mail-Integration. Stack: Next.js, Supabase, Tailwind.'
- Vollständiges Datenbankschema
- REST API mit allen CRUD-Operationen
- Responsives Frontend
- Authentifizierung
- Deployment-ready auf Vercel
Die Implikationen für Designer
Was sich ändert
| Gestern | Heute | |---------|-------| | Mockups in Figma | Prototypen in v0 | | Hand-off an Devs | Self-Deployment | | Pixel-Perfektion | System-Denken | | Visuelle Sprache | Prompt Engineering |
- Datenmodellierung verstehen
- API-Design-Grundlagen
- Prompt Engineering
- Git & Deployment Basics
- Testing & QA
Praxisbeispiel: Startup in 24 Stunden
- Landing Page (30 Min)
- Waitlist mit E-Mail-Capture (15 Min)
- Admin Dashboard (2 Std)
- Stripe Integration (1 Std)
- Launch auf Product Hunt (Next Day)
Ergebnis
500 Signups, $0 Entwicklungskosten, 1 Person.
️ Die Gefahr: Einheitsbrei
- Alle Apps sehen gleich aus
- Shadcn/UI überall
- Gleiche Interaktionsmuster
- Kein Differenzierungsmerkmal
Die Lösung: Seele einbringen
- Einzigartige Illustrationen & Icons
- Marken-spezifischer Tone of Voice
- Kuratierte Micro-Interactions
- Durchdachte User Journeys
- Emotionale Details
Ausblick: Der Produktarchitekt
- Komponiert Systeme statt Rechtecke zu zeichnen
- Versteht Business Logic und Datenflüsse
- Kuratiert KI-Output statt von Null zu beginnen
- Fokussiert auf das 'Warum' statt das 'Wie'
Die Frage ist nicht mehr 'Können wir das bauen?' sondern 'Sollten wir das bauen?'